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26.08.25

BLOG SAM IO

Intraossäre Zugänge – wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden

Intraossäre Zugänge – wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden
In der modernen Notfallmedizin zählt jede Sekunde. Besonders bei kritisch kranken oder verletzten Patienten ist der schnelle Zugang zum Kreislauf entscheidend, um Infusionen oder Medikamente verabreichen zu können. Doch ein venöser Zugang (i.v.) ist nicht immer möglich – kollabierte Venen, Schockzustände oder schwierige anatomische Bedingungen können die Punktion erheblich erschweren oder unmöglich machen. Hier kommt der intraossäre Zugang (IO) ins Spiel. Er gilt heute als eine der zuverlässigsten Methoden, wenn es schnell gehen muss und ein i.v.-Zugang nicht gelingt.

Was ist ein intraossärer Zugang?
Beim intraossären Zugang wird über eine spezielle Nadel direkt das Knochenmark punktiert. Das Knochenmark ist reich durchblutet, sodass Infusionen, Blutprodukte und Medikamente unmittelbar in den zentralen Kreislauf gelangen. Der Effekt ist nahezu identisch mit einem intravenösen Zugang – mit dem Unterschied, dass die Punktion deutlich schneller und mit höherer Erfolgsquote erfolgen kann, wenn Venen nicht zugänglich sind.

Vorteile des IO-Zugangs
Die intraossäre Punktion bietet zahlreiche Vorteile, die sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der Notfallversorgung machen:
  • Schnelligkeit: Anlage in Sekunden – oft in weniger als einer Minute.
  • Hohe Erfolgsquote: Selbst bei Schockpatienten oder kollabierten Venen gelingt die Punktion zuverlässig.
  • Breite Anwendbarkeit: Von Neugeborenen bis zu Erwachsenen, in Rettungsdienst, Klinik, Militär oder Katastrophenschutz.
  • Zuverlässigkeit: Medikamente und Flüssigkeiten erreichen das Kreislaufsystem ebenso effektiv wie über einen venösen Zugang. 
  • Lebensrettend: Gerade in Reanimationssituationen kann ein sofortiger Zugang entscheidend sein.

Intraossäre Zugänge im Rettungsdienst
Im Rettungsdienst ist der IO-Zugang heute fest in den Algorithmen verankert. Ob bei Reanimationen, Schockpatienten oder Kindern – der schnelle Zugang über das Knochenmark ermöglicht die sofortige Gabe von Notfallmedikamenten wie Adrenalin oder Analgetika. Besonders im präklinischen Umfeld, wo die Bedingungen oft schwierig sind, bietet die IO-Punktion eine enorme Zeitersparnis und Sicherheit. Für Rettungsteams bedeutet das: weniger Zeitverlust bei schwierigen i.v.-Zugängen und mehr Fokus auf die lebensrettenden Maßnahmen.

Intraossäre Zugänge im taktischen und militärischen Bereich
Auch in taktischen Einsätzen, bei Spezialkräften oder im militärischen Umfeld ist der intraossäre Zugang unverzichtbar. Verletzte sind hier oft schwer traumatisiert, massiv blutend oder unterkühlt – Bedingungen, bei denen Venen kollabieren und i.v.-Zugänge kaum möglich sind.

Der IO-Zugang bietet unter solchen Umständen entscheidende Vorteile:
  • Robustheit: Auch unter extremen Bedingungen zuverlässig anwendbar.
  • Schnelligkeit: Punktionsstellen wie Tibia oder Humerus lassen sich rasch erreichen.
  • Unabhängigkeit: Systeme wie das SAM IO® funktionieren ohne Batterien oder externe Energiequellen – ein klarer Vorteil in Einsätzen fernab moderner Infrastruktur.

Damit hat sich die intraossäre Punktion weltweit als Standardverfahren in taktischen Lagen etabliert.

Das SAM IO® Intraossäre Zugangssystem
Das SAM IO® ist ein modernes, halbautomatisches IO-System, das ganz ohne Elektronik und Batterien auskommt. Der rein mechanische Auslösemechanismus macht es robust, wartungsfrei und jederzeit einsatzbereit – eine wichtige Eigenschaft in Rettungsdienst, Klinik und taktischen Szenarien.

Die SAM IO® Nadeln sind in verschiedenen Längen erhältlich und farblich codiert, sodass im Notfall die passende Nadel schnell griffbereit ist. Dadurch lassen sich verschiedene Punktionsstellen (z. B. Tibia, Humerus, Sternum) und unterschiedliche Patientengruppen abdecken – von Kindern bis zu stark adipösen Erwachsenen.

Besonders im Rettungsdienst schätzen Anwender die einfache Handhabung und die hohe Erfolgsrate. Im Vergleich zu rein manuellen Systemen bietet der SAM IO® eine präzisere, kontrolliertere Punktion – und ist gleichzeitig unabhängig von Stromquellen.

Fazit
Der intraossäre Zugang ist heute aus der Notfallmedizin nicht mehr wegzudenken. Ob im Rettungsdienst, in der Klinik oder im taktischen Einsatz – er bietet eine schnelle, sichere und zuverlässige Alternative, wenn der i.v.-Zugang nicht gelingt.

Mit dem SAM IO® Intraossären Zugangssystem und den passenden Nadeln steht Anwendern ein robustes, jederzeit einsatzbereites Werkzeug zur Verfügung, das höchste Ansprüche an Sicherheit, Effizienz und Flexibilität erfüllt.

Zur SAM IO:
SAM Medical® SAM IO® Intraossäres Zugangssystem

Zum SAM IO Trainings-Set:
SAM Medical® SAM IO® Intraossäres System-Trainingskit / Übungsset 3-teilig | Humerus & Tibia 

Zur Herstellerseite von SAM:
SAM Medical | Meier-Medizintechnik GmbH